Erster hessischer Pflegestuetzpunkt im Kreis Gross-Gerau
KREIS GROSS-GERAU - Premiere im Kreis Groß-Gerau: Gemeinsam mit Minister Jürgen Banzer eröffnete Erster Kreisbeigeordneter Thomas Will im Rahmen einer Feierstunde im Landratsamt den ersten hessischen Pflegestützpunkt. Er wird gemeinsam vom Kreis und der Krankenkasse „BKK vor Ort" betrieben, die stellvertretend für alle Kranken- und Pflegekassen für den Kreis Groß-Gerau benannt wurde.
Im 3. Stock des Landratsamts geben Fachleute beider Institutionen ratsuchenden Bürgerinnen und Bürgern ab sofort trägerneutral und kostenlos Informationen zu allen Themen rund um Pflege und Betreuung. Darüber hinaus soll der Pflegestützpunkt dazu beitragen, die entsprechenden Angebote zu vernetzen, Hilfs- und Unterstützungsangebote zu koordinieren und alle beteiligten Organisationen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Dafür, so der Erste Kreisbeigeordnete in seiner Begrüßung, finde die neue Einrichtung im Kreis Groß-Gerau die besten Voraussetzungen vor: „Seit vielen Jahren schon bemühen wir uns mit den Kommunen und den sozialen Dienstleistern darum, ein belastbares und effizientes Versorgungssystem für die Pflege von alten oder behinderten Menschen sicher zu stellen. Dabei verfolgen wir ein gemeinsames Ziel: Wir wollen es älteren und behinderten Menschen ermöglichen, Ihr Leben so lange wie möglich selbstständig führen zu können!"
Die neue Institution „Pflegestützpunkt" bedeute für den Kreis Groß-Gerau also keine Abkehr von einer bewährten Praxis. Sondern mit den Möglichkeiten, die der Pflegestützpunkt biete, wolle man diese Situation nun weiter verbessern. Die Zusammenarbeit mit der „BKK vor Ort" eröffne hier neue Chancen: „Der Kreis bringt seine Kompetenz für die sinnvolle Organisation der sozialen Infrastruktur ein, die Kranken- und Pflegekasse ihre Erfahrung in der Einzelfallsteuerung. Wenn es gelingt, diese Schwerpunkte so eng wie möglich zu verzahnen, dann können wir viel erreichen: Nämlich die Hilfe für die ratsuchenden Menschen in unserem Kreis noch zielgerichteter und passgenauer leisten!"
Auch Jürgen Banzer, der Hessische Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, sieht in den Pflegestützpunkten eine große Chance für eine noch bessere Versorgung von alten und behinderten Menschen: „Die vorhandenen finanziellen, fachlichen und organisatorischen Ressourcen werden gebündelt und können so optimal eingesetzt werden", lobte der Minister. In ganz Hessen sollen nach und nach 26 solcher Einrichtungen entstehen. Deren Arbeit werde durch eine wissenschaftliche Begleitung kontinuierlich weiter qualifiziert. Das Groß-Gerauer Landratsamt sei im Übrigen ein vorbildlicher Standort: „Er ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen und verfügt über einen barrierefreien und behindertengerechten Zugang."

