Hilfe in der letzten Lebensphase
KREIS GROSS-GERAU - Mit einem „Hospiz- und Palliativ-Netzwerk" sollen im Kreis Groß-Gerau die Möglichkeiten verbessert werden, um Menschen in ihrer letzten Lebensphase und deren Angehörige wirksam zu unterstützen. Darauf haben sich im Groß-Gerauer Landratsamt die vier im Kreis aktiven Hospizvereine, die Krankenhäuser in Groß-Gerau und Rüsselsheim, das Palliativ-Care Team „Leuchtturm„ Groß-Gerau und die zuständigen Fachabteilungen der Kreisverwaltung verständigt. Vorausgegangen waren dem nicht nur umfangreiche Vorarbeiten seitens der Verwaltung, sondern auch eine gut besuchte Fachtagung im März. Dort bereits hatte Landrat Thomas Will die Gründung eines entsprechenden Netzwerks angeregt.
„Wir wollen damit die Lebenszufriedenheit der Patienten im Kreis Groß-Gerau fördern, die Familien unterstützen und auch den psychischen und spirituellen Bedürfnissen der Betroffenen nachkommen" erläuterte der Landrat das Ziel der Initiative. Im Netzwerk wollen die Beteiligten zunächst die derzeit vorhandenen Angebote analysieren, gegebenenfalls Vorschläge für die Weiterentwicklung machen und Qualitätsstandards zu erarbeiten. Mit gemeinsamen Veranstaltungen und Fortbildungen will man den Erfahrungsaustausch der Partner fördern, aber immer auch wieder die Öffentlichkeit ansprechen. So wird im Herbst ein erstes gemeinsames Faltblatt erscheinen, im nächsten Frühjahr ist wieder eine große öffentliche Veranstaltung geplant.
Landrat Will dankte allen Netzwerk-Partnern für ihre Mitwirkung, die dazu beitrage, im Kreis verlässliche Strukturen für dieses wichtige Aufgabengebiet zu schaffen. Um gute Voraussetzungen für ein Lebensende in Würde zu schaffen, brauche es keine neuen Einrichtungen: „Vorrangig ist der Aufbau einer guten und effizienten Vernetzungsstruktur, zu der auch spezielle medizinische und psychosoziale Angebote gehören müssen." Genau dies werde nun mit dem neuen Netzwerk geleistet, das auch für weitere Mitglieder offen stehe. Insbesondere die Religionsgemeinschaften, aber auch Vertreter der Altenhilfe, Hausärzte und Betreuungsrichter lud Will deshalb ausdrücklich zur Mitarbeit ein.
Das nächste Treffen im „Hospiz- und Palliativ-Netzwerk" findet am 26. Oktober in Ginsheim-Gustavsburg statt. Nähere Informationen gibt es bei der Kreisverwaltung Groß-Gerau: Fachbereich Soziale Sicherheit und Chancengleichheit, Telefon 06152/989-471 (Peter Bäumel), soziale-sicherung@kreisgg.de.

