Feriendorf Ober-Seemen jetzt noch attraktiver

Besuchergruppe informierte sich vor Ort


Streß in der Küche?
Ideen (nicht nur) für Kochmuffel
Kochen mit dem Thermomix: Für Infos hier klicken

KREIS GROSS-GERAU - Das Erstaunen war groß, die Begeisterung einhellig - und einige mochten "ihr" Ober-Seemen auf den ersten Blick gar nicht wieder erkennen. In der Tat hat sich in den letzten acht Jahren vieles verändert im kreiseigenen Kinder- und Jugendferiendorf im Vogelsberg - genau aus diesem Grund hatte Landrat Thomas Will jetzt die Mitglieder von Kreistag und Kreisausschuss sowie der zuständigen Fachausschüsse eingeladen, sich nach Abschluss der Außenarbeiten am neuen Wirtschaftsgebäude selbst ein Bild vom "neuen" Feriendorf zu machen. Mit Willi Blodt und Enno Siehr waren auch gleich zwei Amtsvorgänger Wills zum Ortstermin in den Wetteraukreis gekommen.

Seit 1957 - vom damaligen Kreisjugendpfleger Willi Blodt auf den Weg gebracht - verfolge die Einrichtung vor allem ein Ziel, betonte der Landrat: "Wir wollen Kindern und Jugendlichen aus unserem Kreis preiswerte Ferien und Freizeiten in ruhiger Umgebung und guter Luft ermöglichen und dabei auch die vielfach verschwundenen Kontakte zur Natur wieder auffrischen." Daran habe sich seit den einfachen Bedingungen der Anfangsjahre nicht das geringste geändert.

In seinem derzeitigen Zustand entspricht das Feriendorf des Kreises Groß-Gerau nun freilich modernsten Ansprüchen. In den seit 2004 vollständig sanierten fünf Unterkunftshäusern finden bis zu 156 Gäste Platz. Ihnen steht ein ebenfalls von Grund auf modernisiertes Sanitärgebäude zur Verfügung und seit Herbst letzten Jahres kann auch der Neubau des Wirtschaftsgebäudes genutzt werden. Hier haben nicht nur die großzügigen Speiseräume und die hochmoderne Küche ihren Platz gefunden, in der drei Mal täglich frisch zubereitete und von den Gästen hoch gelobte Mahlzeiten entstehen. Sondern hier befinden sich auch zusätzliche Seminar- und Gruppenräume, Lagermöglichkeiten und nicht zuletzt zeitgemäße Räumlichkeiten für die Verwaltung und Werkstattbereiche.

Das knapp 2,4 Millionen Euro teure Passivhaus - mit rund 2,1 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm des Landes Hessen bezuschusst - entstand hierbei in zwei Bauabschnitten zwischen Anfang 2010 und Herbst 2011. In vielerlei Hinsicht sei dies, so der Landrat, das "Herzstück" des Feriendorfes und, so Will wörtlich: "Für mich ist allein schon der Ausblick von der neuen Terrasse Erholung pur!" Dies hat sich offensichtlich bereits herumgesprochen: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Belegungstage um rund 20 Prozent gestiegen, und auch für 2013 sind schon zahlreiche Termine reserviert.

Den Umbau der Unterkunftshäuser eingeschlossen, hat der Kreis Groß-Gerau seit 2004 rund vier Millionen Euro in die Gebäude des Feriendorfs investiert - eine erhebliche Summe, für deren Bewilligung der Landrat den anwesenden Kreistagsmitgliedern ausdrücklich dankte. Aber auch die zuständigen Fachbereiche der Kreisverwaltung hätten sich hier ganz außerordentlich engagiert. Sein Dank galt insbesondere auch den Beschäftigten: "Sie alle hier vor Ort setzen sich nach wie vor mit viel Engagement und sehr hohem Arbeitsaufwand für Qualität und Attraktivität unseres Feriendorfs ein!"

Stillstand wird es dort auch nach Abschluss der "großen" Bauarbeiten nicht geben. Die Kreisjugendförderung hat sich für die nächsten Jahre die Gestaltung des Außengeländes vorgenommen und zu diesem Zweck gemeinsam mit einem Landschaftsarchitekten einen Masterplan erarbeitet. Erste Projekte, wie zum Beispiel ein Barfußpfad, ein Insektenhotel, ein Sitzatrium und ein Balancierwäldchen sind bereits umgesetzt, weitere Module werden folgen: "Wir wollen damit neue Aufenthaltsbereiche und Bewegungsmöglichkeiten schaffen", betonte Elke Draxler, die Leiterin der Kreisjugendförderung - und so, da war sich die Besuchergruppe aus dem Kreis einig, das Feriendorf Schritt für Schritt noch attraktiver machen!

Zurück

Einen Kommentar schreiben