Kreisklinik spendet Betten für Krankenhaus im litauischen Tauragé



(Kommentare: 0)

Die Groß-Gerauer Kreisklinik spendet nicht mehr benötigte Krankenbetten an das Stadt- und Bezirkskrankenhaus der Riedstädter Partnerstadt

KREIS GROSS-GERAU - Obwohl die Kreisklinik Groß-Gerau und das litauische Stadt- und Bezirkskrankenhaus Tauragé rund 1.450 Kilometer Luftlinie und zwei Staatsgrenzen trennen: Einer guten Kooperation zwischen den beiden Krankenhäusern steht dies aber dennoch nicht im Wege. Krankenhausdirektor Irmantas Mockus und seine Verwaltungsleiterin Regina Gudjoniene waren vor kurzem nach Groß-Gerau gekommen, um weitere neunzig von der Groß-Gerauer Kreisklinik nicht mehr benötigte Krankenhausbetten in Empfang zu nehmen und auf die fast 24-stündige Überführung ins Baltikum zu begleiten. Die zwar schon über zwanzig Jahre alten, aber hervorragend gewarteten und voll funktionsfähigen Betten gehören zu einer Spende der Kreisklinik, die insgesamt 200 Betten, dazu Nachttische, Medizinschränke, Tragen und Rollwagen umfasst.

 

Realisierbar geworden war dies, weil das Groß-Gerauer Klinikum vor einiger Zeit entschlossen hat, alle vorhandenen mechanischen Krankenbetten durch hochmoderne, elektrisch betriebene Betten zu ersetzen. Die Investitionskosten hierfür betrugen rund 800.000 Euro. Zustande gekommen war die Spendenaktion auf Engagement des Partnerschaftsvereins "Freunde von Tauragé" und von Kreisbeigeordneten und Gesundheitsdezernenten Gerald Kummer, der aus seiner Zeit als Riedstädter Bürgermeister noch beste Verbindungen nach Litauen unterhält."Ich bin sehr froh, dass die in Groß-Gerau nicht mehr benötigten Materialien jetzt in Tauragé eine gute Verwendung finden", freute sich Gerald Kummer übe die Kooperation der beiden Kliniken, die nahezu gleich viele Betten vorhalten und im letzten Jahr jeweils rund 8.500 Patientinnen und Patienten stationär behandelt haben. Auch beim medizinischen Leistungsspektrum, der Zahl der Neugeborenen und der Funktion als Kliniken der Grund- und Regelversorgung (in Tauragé für einen Umkreis von rund 100 Kilometer!) gibt es erstaunliche Gemeinsamkeiten. Und hier wie dort kämpfen Mediziner und Verwaltung mit den Fallstricken der auch in Litauen seit kurzem eingeführten "Fallpauschalen". Durchaus naheliegend also, dass Klinikumdirektor Mockus schon darüber nachdenkt, die Verbindungen zu intensivieren und etwa einen gegenseitigen Personalaustausch ins Auge zu fassen. Überlegungen, die bei seinem Groß-Gerauer Kollegen Wolfgang Wilhelm unter anderem auch angesichts des derzeit in Deutschland herrschen Fachkräftemangels durchaus auf fruchtbaren Boden stießen: "Wir werden den Kontakt ganz sicher weiter intensivieren.

 

"Einige der "Groß-Gerauer" Betten sind schon seit geraumer Zeit in Litauen im Einsatz und wurden dort von Personal und Patienten begeistert aufgenommen. Grund genug für die Gäste aus Tauragé, sich für diese Unterstützung ganz herzlich zu bedanken: "Wir würden uns freuen, wenn wir unsere gute Zusammenarbeit noch weiter ausbauen könnten", bekräftigten Irmanta Mockus und Regina Gudjoniene abschließend.

Zurück

Einen Kommentar schreiben