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Das Kreisgesundheitsamt rät: Impfschutz gegen Masern überprüfen

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KREIS GROSS-GERAU – Angesichts mehrerer Masernfälle im Kreis Groß-Gerau und in den umliegenden Kreisen wächst die Besorgnis im Gesundheitsamt in Groß-Gerau. „ Masern sind keine harmlose Erkrankung",  warnt die Leitern des Gesundheitsamtes, Dr. med. Angela Carstens. Eine Masern-Erkrankung kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen, zum Beispiel Bronchitis, Lungenentzündung und in seltenen Fällen auch zu Hirnentzündungen. Diese enden im schlimmsten Fall tödlich; bei Überlebenden bleiben meist Hirnschäden zurück, die zu einer geistigen Behinderung führen können. Masern sind sehr ansteckend und führen nach einer Infektion immer zu einer Erkrankung. Vom erklärten Ziel der World Health Organization (WHO), die Masern zu eliminieren, sind wir heute auch in Deutschland weit entfernt, sagt Dr. Carstens. Laut Robert Koch-Institut wurden im Jahr 2015 2465 Masernfälle in Deutschland gemeldet. Die Impfquote stagniert seit einigen Jahren bei maximal 93 Prozent. Um dauerhaft einen Rückgang der Masern-Erkrankungen zu erreichen, müsste jedoch eine Impfquote von mindestens 95 Prozent erreicht werden. Aufgrund der hohen Infektiosität und der unzureichenden Immunität der Bevölkerung kommt es in Deutschland immer wieder zu langandauernden Infektionsketten.

Diese sind umso schwieriger zu unterbrechen, da betroffenen Patienten bereits tagelang ansteckend sind, bevor sie den typischen Hautausschlag zeigen. Masern äußern sich zu Beginn nämlich wie ein fieberhafter grippaler Infekt mit Husten und Schnupfen. Erst nach einigen Tagen entwickelt sich der typische Ausschlag, meist am Kopf hinter den Ohren beginnend.

Säuglinge ab einem Alter von neun Monaten erhalten zwei Impfungen im Abstand von wenigen Monaten. Bei fehlender oder unvollständiger Impfung (Immunisierung) im Säuglingsalter wird die Impfung bei Kindern und Jugendlichen jederzeit mit zwei Impfdosen nachgeholt. Erwachsene ohne ausreichenden Impfschutz und ohne Masernerkrankung in der Vorgeschichte, die nach 1970 geboren sind, erhalten eine einmalige Impfung.

Das Gesundheitsamt des Kreises Groß-Gerau empfiehlt dringend, den Impfschutz anhand der Eintragungen im Impfausweis zu überprüfen beziehungsweise durch den Hausarzt überprüfen und  - falls erforderlich - die Impfung nachholen zu lassen. Für Rückfragen zur Impfung und zum Impfschutz steht die stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Ute Kepper, unter der Telefonnummer 06152 989-213 gern zur Verfügung.

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