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Energieeffizienz-Netzwerk KEEN Kreis Groß-Gerau

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KREIS GROSS-GERAU - Die sechs Kommunen Biebesheim (Rhein), Büttelborn, Riedstadt, Rüsselsheim (Main), Stockstadt (Rhein) sowie Trebur aus dem Kreis Groß-Gerau haben sich Ende letzten Jahres zusammengeschlossen um gemeinsam ihren Energieverbrauch zu senken und somit ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen. Die Arbeit im „Kommunalen Energieeffizienznetzwerk KEEN Kreis Groß-Gerau“ wird vom Bund sowie von der Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz, dem Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG), den Riedwerken Kreis Groß-Gerau und dem Kreis Groß-Gerau gefördert. Die Netzwerkarbeit läuft seit April 2018 und ist auf drei Jahre angelegt.

Nachdem seit Juli mit der Beauftragung der HessenEnergie GmbH aus Wiesbaden als „energiefachlichem Berater“ das Netzwerkteam komplett ist, ist die Arbeit ein halbes Jahr nach Netzwerkstart in vollem Gange. Der energiefachliche Berater hat im ersten Arbeitsschritt in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen eine energetische Bestandsaufnahme durchgeführt: in den sechs Kommunen werden in den kommunalen Gebäuden und Infrastrukturen wie z.B. Straßenbeleuchtung und Kläranlagen jährlich knapp 13 Mio. Kilowattstunden Strom und über 40 Mio. Kilowattstunden Wärmeenergie verbraucht. Das entspricht in etwa dem Stromverbrauch von ca. 3.700 Haushalten und dem Wärmeverbrauch von über 2.000 Haushalten.

Aufbauend auf der Datenerhebung und Auswertung wurden gemeinsam mit den Kommunen die Gebäude identifiziert, die auffällig hohe Verbräuche und damit vermutlich auch hohen Einsparmöglichkeiten bieten. Bislang wurden über 50 Gebäude in den sechs Kommunen begangen. Mit den sogenannten Energieaudits werden gezielt Energieeinsparmöglichkeiten identifziert.

Am 29.11.2018 kamen – unter Leitung des Darmstädter Beratungsbüro INFRASTRUKTUR & UMWELT Professor Böhm und Partner - im Kreishaus Groß-Gerau im Projektbeirat, die Bürgermeister aus den Kommunen mit Vertretern der Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz, dem Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG), den Riedwerken Kreis Groß-Gerau und dem Kreis Groß-Gerau, zusammen. Es wurden die ersten Ergebnisse der energiefachlichen Beratung vorgestellt und die weiteren Arbeitsschritte der Netzwerkarbeit diskutiert.

Der Energiefachliche Berater, Herr Oliver Kling von der HessenEnergie, zeigte auf, dass im Rahmen der Begehungen viele Ansätze zur Energieeinsparung identifiziert werden konnten. Er berichtete z.B. von unbemerkt defekten Anlagenteilen, nicht oder falsch eingestellten Regelungen, zu hohen Raumtemperaturen oder auch baulichen Mängeln wie Anordnung von Heizflächen direkt vor Verglasungen oder unzureichend gedämmten Fassadenelementen. Häufig können hier Einsparungen auch ohne große Investitionen umgesetzte werden.

Netzwerkmanager Dipl.-Ing. Hans- Jürgen Gräff zeigte sich sehr zufrieden damit, dass die erste Arbeitsphase durch die aktive Mitarbeit aller Kommunen zügig verlief und die Arbeit im Netzwerk die erhofften Synergien bringt.

Bis Februar des neuen Jahres wird sich die Netzwerkarbeit darauf konzentrieren konkrete Maßnahmen ,mit denen Einsparpotenziale gehoben werden können, vorzuschlagen und mit den Kommunen abzustimmen. In den kommenden beiden Jahren der Netzwerkarbeit sollen erste Maßnahmen zur Energieeinsparung in den einzelnen Kommunen umgesetzt werden. Dazu werden bis April nächsten Jahres mit den einzelnen Kommunen konkrete Einsparziele für die nächsten Jahre vereinbart werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Netzwerkarbeit wird im Jahr 2019 die Durchführung von Informations- und Schulungsveranstaltungen sein, in denen in den Kommunen die Energiebeauftragten, Hausmeister und Nutzer mit den konkreten Möglichkeiten zur Strom- und Wärmeeinsparung vertraut gemacht werden und sie zu Mitarbeit und Umsetzung motiviert werden.

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