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Ökostrom vom Parkhausdach an der Kreisklinik Groß-Gerau

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Kreisbeigeordneter Astheimer stellt Photovoltaik-Anlage vor

KREIS GROSS-GERAU – „Der Kreis Groß-Gerau treibt die Energiewende weiter voran“ – mit diesen Worten hat der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer die Photovoltaikanlage auf dem Parkhaus der Kreisklinik beim Landratsamt in Groß-Gerau jetzt offiziell in Betrieb genommen. Seit Anfang des Jahres wird hier Ökostrom erzeugt. Die Anlage ist ein weiterer wichtiger Baustein im Konzept des Kreises, sich Zug um Zug von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern zu verabschieden.

„Wir wollen bis zum Jahr 2020 den Stromverbrauch im Kreis zu 30 Prozent aus Erneuerbaren Energien abdecken“, sagte Astheimer. „Das schaffen wir mit unseren eigenen Gebäuden locker.“ Laut dem jüngsten Monitoring-Bericht konnte im Jahr 2016 rein rechnerisch der Stromverbrauch in den kreiseigenen Liegenschaften zu 27,7 Prozent durch Photovoltaik erzeugt werden. „Der Kreis erfüllt damit zugleich seine Vorbildfunktion“, betonte Astheimer.

Die neue Anlage umfasst eine Fläche von 2200 Quadratmetern. Sie wurde im Auftrag der E-Tech errichtet. E-Tech ist ein gemeinsames Unternehmen der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH, des Zweckverbands Riedwerke und des Kreises Groß-Gerau. „Die Gesamtleistung der Anlage beträgt 244 kW, sie wird pro Jahr rund 217.500 kWh Sonnenergie erzeugen“, erläuterte E-Tech-Geschäftsführer Jürgen Schmidt. Zusammen mit Ingo Rödner vom ausführenden Unternehmen „Wärme, Strom, Leben“ aus Trebur stellte Schmidt die Anlage vor. Die Investitionssumme lag bei 225.000 Euro.

Nach Schmidts Worten war es lange Zeit nicht ausgemacht, dass der Kreis auch weiterhin in Photovoltaik investiert. Der Grund: zu unwirtschaftlich. Doch mittlerweile habe sich der Markt erholt, auch die Einspeisevergütung sei nicht im befürchteten Maß gesunken, so Schmidt. Also habe man die Pläne im vergangenen Jahr wieder vorangetrieben. Im Dezember 2017 habe man schließlich das Unternehmen mit dem Aufbau der Anlage beauftragen können. „Die Zeiten des Stillstands bei der Photovoltaik sind vorbei“, sagte Astheimer. „Man kann mit der Technik wieder rechnen, auch wenn keine großen Gewinne möglich sind.“

Stand Ende 2016 sind auf insgesamt 21 kreiseigenen Liegenschaften wie Schulen und Sporthallen Photovoltaik-Anlagen in Betrieb. Pro Jahr lag die jährliche Stromeinspeisung bei 1,936 Millionen kWh. Zum Vergleich: 2008 wurden bei insgesamt sieben installierten Anlagen jährlich 13.091 kWh eingespeist. Noch eine andere Zahl ist interessant: Seit 2008 wurden 9155 Tonnen Kohlendioxid im Vergleich zum deutschen Strommix eingespart. „Der Kreis Groß-Gerau ist auf einem guten Weg“, sagte Astheimer.

Die Energiewende geht weiter: Photovoltaik soll auf dem Neubau der Grundschule Nauheim sowie auf dem neuen Gebäudeteil der Waldenser Schule in Walldorf installiert werden. Und auch für das Dach der Sporthalle der Bertha-von-Suttner Schule in Mörfelden-Walldorf gibt es entsprechende Überlegungen. „Wir prüfen, ob es sich hier rechnet“, so Schmidt.

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